„Öttinger-Park“ – Ortsbegehung

Nachdem über den Wedebrunnen-Park, allgemein „Öttinger-Park genannt, viel geschrieben wurde, besichtigte die AfD im Stadtrat Pirmasens den Park.

Einladend sieht anders aus.
Gleich am Eingang der freie Blick auf die Müllcontainer der Polizei. Da täten ein paar Sträucher gut und der abgesägt Ast daneben könnte dann auch gleich mitgenommen werden.

Zunächst der Bolzplatz. Insgesamt macht dieser einen recht guten Eindruck. Farbe könnte die Holz-Bande zwar vertragen, ist jedoch noch im Rahmen. Der Untergrund ist ideal um Straßenfußball zu lernen und dabei Gelenke und Bänder für Härteres zu trainieren. Asphalt ist jedoch nicht der beste Untergrund aber pflegeleicht und der Orthopäde freut sich. Leider hat man bei der hohen Umzäunung am vierten Element gespart, was zu mehr Bewegung bei ungenauen Diagonalpässen führt. Fraglich bleibt auch, weshalb nur von April bis September gespielt werden darf.
Aufgrund der vielerwähnten Klimaerwärmung könnte die Saison entsprechend ausgedehnt werden.

Wir schlendern anschließend durch den Park und stellen fest, daß Herr Raider (sofern er nicht schon Twix heißt) ordentliche Arbeit macht. Dreck, Abfall und Scherben sind nahezu nicht zu finden.
Störend und nicht einladend erweisen sich die zahleichen Sockel, auf denen die Sitzelemente fehlen. Zumindest sehen die dann nicht so abgenutzt wie die Handläufe aus. Die könnten wirklich etwas Farbe gebrauchen.

Es folgt der eigentlich schöne Wedebrunnen, das ursprüngliche Herz und Namensgeber des Parks. Aber dort plätschert kein Wasser. Wirkt etwas trostlos. Daneben ein recht schattiges Plätzchen, wobei der, laut Informant, mehr „geschäftlich“ als zum Ruhen genutzt wird.

Da sind wir auch schon beim Problem des Parks.
Drogen und Alkohol dominieren gegenüber dem Angebot zur Erholung im Herzen der Stadt. Hier zeigt sich ein Kernproblem, welches mit Verboten nicht beheben lässt. Lediglich Kenner der Szene haben Zugang zu den betroffenen Menschen und können interagieren. Frau Welsh-Schied (Kaiserslautern) und Herr Menge (Pirmasens) haben diesen Zugang und wissen, wovon sie reden und da sollte die Unterstützung kommen, denn nur so ist es möglich, die Probleme anzugehen. Mit Verboten verlagert man lediglich den Ort, löst aber die Ursache nicht. Es sind Menschen, die auf dem harten Boden des Lebens gestürzt sind und werden, ohne angemessene Hilfe, nicht alleine wieder aufstehen können.

Das schöne, neue Edelstahlklo, gut platziert unter einem Baum und ebenfalls gut einsehbar, wird seinen Zweck eher fraglich erfüllen. Wer vorher auf dem kürzesten Weg in die Büsche pinkelte, wird wohl kaum den Weg zum gut einsehbaren Urinal machen, welches jetzt im Herbst gut angefüllt mit Blättern sein Dasein tristen könnte.
Von hier aus lässt sich gleich die örtliche Kunstszene bewundern. Naive Graffitis, eher häßliche Schmierereien, zieren die Betonwände des Parkhauses. Auch die Polizei wird sicherlich am Kunstwerk „ACAB“ seine Freude haben. Da liegt es an der Stadt, den Betreiber aufzufordern, diese Schmierereien zu beseitigen.
Bei der Gelegenheit könnten um die Ecke die gerne genutzten Urinale gereinigt werden. Ein strenger Duft, der, großflächig, von Boden und Wänden aufsteigt.

Daneben, unter der Kastanie, eine Sitzgruppe aus verschmiertem Tisch und Stühlen. Ob die dort seit dem letzten Sperrmüll stehen, ist nicht feststellbar. Immerhin wurde bereits angefragt, ob das Eck auch noch überdacht werden soll. Womöglich ist die gesamte Szenerie der Grund, warum alles schlecht bis überhaupt nicht ausgeleuchtet ist, was jedoch am Tage nicht viel nutzt.

Alles in Allem: hier ist Handlungsbedarf – Dringend!

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